Technik & Auswahl

Plug-in-Lichtmast: die günstige Lösung am Netz

Wenn Strom vorhanden ist, gibt es keine günstigere Lösung: Anschlusswerte, Kabelführung, Vorteile und Grenzen des netzbetriebenen Lichtmasts.

Von Johannes Partz 7 Min. Lesezeit Aktualisiert am 20.08.2026
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Elektrischer LED-Lichtmast auf fahrbarem Untergestell zum Anschluss an das Stromnetz

Der Plug-in-Lichtmast ist die einfachste aller Bauarten: ein Teleskopmast mit LED-Strahlern auf einem Fahrgestell, dazu ein Kabel. Er erzeugt keinen Strom, sondern bezieht ihn – aus dem Netz, vom Baustromverteiler oder von einem ohnehin vorhandenen Generator. Kein Tank, kein Speicher, kein Motor.

Genau deshalb ist er dort, wo Strom verfügbar ist, in fast jeder Hinsicht überlegen: am leisesten, am günstigsten, am leichtesten und ohne jede Laufzeitbegrenzung. Dieser Ratgeber zeigt, welche Anschlusswerte Sie brauchen, worauf es bei der Kabelführung ankommt und wo die Grenzen liegen.

Anschluss, Leistung und Absicherung

Die Leistungsaufnahme moderner LED-Lichtmasten liegt meist zwischen etwa 0,6 und 2 Kilowatt – deutlich unter einer Halogenanlage vergleichbarer Helligkeit. Kleinere Geräte laufen deshalb problemlos an einer normalen 230-Volt-Steckdose mit 16 Ampere; größere Anlagen mit mehreren Strahlern werden über einen CEE-Anschluss versorgt.

AnschlussTypische NutzungHinweis
230 V / 16 A (Schuko)einzelner Mast, Halle, BetriebshofLeitungslänge und Spannungsfall beachten
CEE 400 Vmehrere Masten, BaustromverteilerVerteilung über Baustromverteiler mit Fehlerstromschutz
Vorhandener GeneratorBaustelle mit zentralem StromerzeugerFreie Leistungsreserve vorab prüfen

Auf Baustellen erfolgt die Einspeisung über einen Baustromverteiler mit Fehlerstromschutzschalter. Die Prüfpflichten für ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel gelten auch für Mietgeräte – Näheres dazu im Ratgeber Vorschriften für mobile Beleuchtung.

Kabelführung auf der Fläche

Das Kabel ist der einzige echte Schwachpunkt dieser Bauart – und in der Praxis die häufigste Unfallquelle rund um mobile Beleuchtung. Vier Regeln helfen:

  • Gummiisolierte Leitungen verwenden, nicht die Haushaltsvariante. Baustellenleitungen sind gegen Feuchtigkeit, Öl und mechanische Belastung ausgelegt.
  • Verkehrswege freihalten: Leitungen am Rand führen, unter Kabelbrücken verlegen oder in der Höhe aufhängen. Nie quer über einen Weg legen.
  • Spannungsfall beachten: Bei langen Strecken sinkt die Spannung; für größere Entfernungen braucht es entsprechend dimensionierte Querschnitte.
  • Zugentlastung und Wetterschutz: Steckverbindungen gehören trocken und mechanisch gesichert – nicht in die Pfütze und nicht unter den Radlader.

Vorteile im Überblick

Unbegrenzte Laufzeit

Solange Strom anliegt, leuchtet das Gerät. Kein Tank, der leer wird, kein Speicher, der nachgeladen werden muss.

Praktisch geräuschlos

Ohne Motor entsteht kein Betriebsgeräusch – die Bauart der Wahl für Wohngebiete, Innenstädte und Veranstaltungen.

Keine Emissionen vor Ort

Kein Abgas, kein Kraftstoff: Einsatz in Hallen, Tunneln, Tiefgaragen und Zelten ohne zusätzliche Lüftung möglich.

Günstigster Tagessatz

Ohne Generator und Speicher liegt die Miete am unteren Ende der üblichen Preisspanne.

Leicht und wendig

Viele Modelle stehen auf einem Handfahrgestell und lassen sich zu zweit versetzen – ideal bei beengten Verhältnissen.

Wartungsarm

Kein Ölwechsel, keine Betankung, keine Motorwartung während der Mietzeit.

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Typische Einsatzbereiche

  • Baustellen mit Baustromanschluss: Sobald der Verteiler steht, ist der Plug-in-Mast die günstigste Lösung – auch als Ergänzung zu autarken Geräten am Rand der Fläche.
  • Hallen, Werkstätten und Lager: Wartung, Umbau oder Inventur bei ausgefallener Festbeleuchtung.
  • Betriebshöfe im Schichtbetrieb: dauerhafte Zusatzbeleuchtung über Wochen, ohne jede Betankung.
  • Veranstaltungen mit Stromversorgung: Festplätze und Zelte mit vorhandener Einspeisung – geräuschlos und ohne Abgase.
  • Innenstadtbaustellen: leiser Betrieb in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohnungen und Geschäften.

Wann ein anderer Antrieb passt

Die Grenze ist schnell benannt: Ohne Netzanschluss in vertretbarer Entfernung funktioniert diese Bauart nicht. Auch bei sehr langen Kabelwegen, häufigem Umsetzen oder wechselnden Aufstellorten wird der Vorteil schnell zum Nachteil, weil jedes Versetzen neue Kabelverlegung bedeutet.

Dann führt der Weg zu einer autarken Bauart: Akku-Lichtmasten für lautlosen Betrieb über einen Tag, Solar-Lichtmasten für lange Standzeiten im Sommerhalbjahr, Generator-Lichtmasten für maximale Autarkie und Hybrid-Lichtmasten, wenn lange Laufzeit und leiser Nachtbetrieb zusammenkommen sollen. Viele Hybridgeräte lassen sich übrigens ebenfalls am Netz betreiben – sie vereinen damit beide Welten.

Kosten und Wirtschaftlichkeit

Plug-in-Geräte liegen am unteren Ende der üblichen Tagespreise von etwa 65 bis 85 Euro. Weil Generator und Speicher entfallen, ist die Anlage schlichter aufgebaut und günstiger in der Miete. An laufenden Kosten bleibt allein der Strom – bei LED-Technik ein überschaubarer Posten: Zwei Kilowatt über zwölf Stunden entsprechen 24 Kilowattstunden pro Tag.

Wirtschaftlich unschlagbar ist die Bauart bei langen Einsätzen an einem Ort mit vorhandenem Anschluss. Wer über Wochen beleuchtet, spart gegenüber einem Dieselgerät nicht nur den Kraftstoff, sondern auch jede Betankungsfahrt. Alle Preisfaktoren im Detail zeigt der Ratgeber Lichtmast Kosten & Preise.

Häufige Fragen

Welchen Stromanschluss braucht ein Plug-in-Lichtmast?

Kleinere Geräte laufen an einer normalen 230-Volt-Steckdose mit 16 Ampere, größere Anlagen mit mehreren Strahlern an einem CEE-Anschluss am Baustromverteiler. Die Leistungsaufnahme moderner LED-Masten liegt meist zwischen etwa 0,6 und 2 Kilowatt – deutlich unter einer Halogenanlage vergleichbarer Helligkeit.

Wie lange kann ein Plug-in-Lichtmast betrieben werden?

Unbegrenzt, solange Strom anliegt. Es gibt keinen Tank, der leer wird, und keinen Akku, der nachgeladen werden muss. Für Dauerbeleuchtung über Wochen – etwa auf einem Betriebshof im Schichtbetrieb – ist das die einfachste und günstigste Lösung.

Worauf ist bei der Kabelführung zu achten?

Auf der Baustelle gehören gummiisolierte Leitungen zum Einsatz, nicht die Haushaltsvariante. Kabel werden am Rand geführt, unter Kabelbrücken verlegt oder aufgehängt – niemals quer über Verkehrswege. Der Anschluss erfolgt über einen Verteiler mit Fehlerstromschutzschalter, und bei langen Leitungen ist der Spannungsfall zu beachten.

Ist ein Plug-in-Lichtmast wirklich leiser als andere Bauarten?

Er ist praktisch geräuschlos, weil kein Motor arbeitet – vergleichbar mit einem Akkugerät. Das macht ihn für Innenstädte, Wohnbebauung, Hallen und Veranstaltungen besonders geeignet. Emissionen entstehen am Aufstellort ebenfalls keine.

Was kostet ein Plug-in-Lichtmast in der Miete?

Plug-in-Geräte liegen am unteren Ende der üblichen Spanne von etwa 65 bis 85 Euro pro Tag, weil Generator und Speicher entfallen. Hinzu kommen lediglich die Stromkosten, die bei LED-Technik gering ausfallen. Verbindlich ist immer das individuelle Angebot.