Ein Akku-Lichtmast arbeitet ohne Verbrennungsmotor: Lithium-Ionen-Zellen im Sockel versorgen die LED-Strahler, geladen wird an der Steckdose oder am Baustromverteiler. Das Ergebnis ist Licht ohne Geräusch, ohne Abgase und ohne Kraftstoff – und damit eine Bauart, die überall dort punktet, wo ein Generator schlicht nicht infrage kommt.
Der Preis dafür ist die begrenzte Energie an Bord. Ein Akkugerät ist kein Dauerläufer über Wochen, sondern die richtige Wahl für Einsätze mit klarem Tagesrhythmus: nachts leuchten, tagsüber laden. Dieser Ratgeber zeigt, wie viel Laufzeit realistisch ist, wo Akku-Lichtmasten unschlagbar sind und wann Sie besser zu einer anderen Bauart greifen.
Speicher, Leistung und Laden
Verbaut sind heute überwiegend Lithium-Ionen-Speicher, häufig in der besonders langlebigen Lithium-Eisenphosphat-Bauweise. Sie versorgen vier LED-Strahler mit typischerweise je 100 bis 160 Watt sowie die Mastmechanik. Weil kein Motor vorhanden ist, sind die Geräte leichter und kompakter als vergleichbare Diesel-Anlagen – viele Modelle stehen auf einem Handfahrgestell und lassen sich zu zweit versetzen.
Geladen wird an einer normalen 230-Volt-Steckdose; je nach Ladegerät dauert eine volle Ladung etwa vier bis acht Stunden. Praktisch bedeutet das: Das Gerät hängt tagsüber am Strom und leuchtet nachts. Wo gar kein Netzanschluss zur Verfügung steht, führt der Weg zum Solar- oder Hybrid-Lichtmast, der seinen Speicher selbst nachlädt.
Laufzeit realistisch planen
Die Datenblattangaben beziehen sich meist auf gedimmten Betrieb. Rechnen Sie deshalb mit zwei Zahlen: der Laufzeit bei voller Leistung und der Laufzeit bei reduzierter Helligkeit.
| Betriebsart | Typische Laufzeit | Wofür geeignet |
|---|---|---|
| Volle Leistung | 7 – 10 Stunden | Arbeitsbereich mit hohem Lux-Bedarf, eine Schicht |
| Teilweise gedimmt | 12 – 16 Stunden | Wechsel aus Arbeits- und Bereitschaftsphasen |
| Stark gedimmt | über 20 Stunden | Wege- und Orientierungslicht über die ganze Nacht |
Für einen normalen Arbeitstag oder eine Abendveranstaltung reicht eine Ladung damit fast immer. Was ein Akkugerät nicht kann: mehrere Tage durchlaufen, ohne zwischendurch an den Strom zu kommen. Planen Sie deshalb von Anfang an, wo geladen wird – oder fragen Sie beim Vermieter nach Geräten mit Wechselakku beziehungsweise einem zweiten Speicher.
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Jetzt Angebote erhaltenTypische Einsatzbereiche
- Veranstaltungen und Feste: Kein Motorgeräusch heißt: keine Störung von Musik, Ansprachen und Gesprächen. Für Hochzeiten, Sommerfeste und Bühnenumfelder ist das der entscheidende Vorteil – mehr dazu im Ratgeber Lichtmast für Event und Hochzeit.
- Hallen, Tunnel und Tiefgaragen: Ohne Abgase ist der Einsatz in geschlossenen Bereichen unproblematisch, wo ein Dieselgerät ausscheidet.
- Nachtbaustellen im Wohngebiet: Der Akku-Lichtmast hält die nächtlichen Lärmrichtwerte sicher ein.
- Innenstadt und Fußgängerzonen: geräuschlos, emissionsfrei und kompakt genug für enge Flächen.
- Natur- und Wasserschutzgebiete: kein Kraftstoff an Bord und damit keine Auflagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen.
Grenzen und Winterbetrieb
Kälte ist der wichtigste Praxisfaktor. Bei Frost sinkt die nutzbare Kapazität von Lithium-Ionen-Speichern spürbar, und auch der Ladevorgang dauert länger. Die reale Laufzeit liegt im Winter deshalb unter dem Datenblattwert – genau dann, wenn am längsten beleuchtet werden muss. Für Dauereinsätze in der dunklen Jahreszeit ist Hybridtechnik meist die verlässlichere Wahl.
Zweiter Punkt: der Ladevorlauf. Ein leerer Speicher steht mehrere Stunden am Netz, bevor er wieder einsatzbereit ist. Bei spontanen Einsätzen – etwa einer kurzfristigen Nachtbaustelle oder einem Schadensfall – kann das entscheidend sein. Klären Sie beim Vermieter, in welchem Ladezustand das Gerät geliefert wird.
Und drittens die Leistung: Sehr große Flächen mit hohem Lux-Bedarf über viele Stunden bringen jeden Speicher an seine Grenze. Dann sind mehrere kleinere Geräte oder eine andere Bauart die bessere Lösung.
Akku, Hybrid oder Plug-in?
Alle drei Bauarten arbeiten leise und emissionsfrei am Aufstellort – der Unterschied liegt in der Energiequelle:
- Plug-in: unbegrenzte Laufzeit, günstigste Miete – setzt aber einen Netzanschluss in Reichweite voraus. Details im Ratgeber Plug-in-Lichtmast.
- Akku: völlig frei aufstellbar, lautlos, für einen Tages- oder Nachtrhythmus – braucht regelmäßig eine Lademöglichkeit.
- Hybrid: Akku plus sparsamer Motor, der nur zum Nachladen anspringt. Wochenlang autark und nachts trotzdem leise – die Lösung, wenn beides gefragt ist. Siehe Hybrid-Lichtmast.
Kosten und Wirtschaftlichkeit
Akku-Lichtmasten liegen im mittleren Bereich der üblichen Tagespreise von etwa 65 bis 85 Euro. Der wirtschaftliche Vorteil steckt in den Nebenkosten: kein Kraftstoff, keine Betankungsfahrt, keine Motorwartung. Über eine längere Mietdauer gleicht das einen höheren Tagessatz häufig aus.
Hinzu kommt ein Punkt, der sich nicht in Euro ausdrücken lässt: In lärm- und emissionssensiblen Einsätzen ist der Akku-Lichtmast oft die einzige zulässige Lösung. Dann ist die Frage nicht, ob er sich rechnet, sondern ob der Einsatz überhaupt stattfinden kann. Eine Übersicht aller Preisfaktoren finden Sie im Ratgeber Lichtmast Kosten & Preise.
Häufige Fragen
Wie lange leuchtet ein Akku-Lichtmast mit einer Ladung?
Bei voller Leistung sind je nach Speichergröße rund sieben bis zehn Stunden üblich, mit gedimmten LED-Strahlern über 20 Stunden. Für einen normalen Arbeitstag oder eine Veranstaltung reicht eine Ladung damit meist aus. Über mehrere Tage ohne Nachladen kommt kein reines Akkugerät.
Wie wird ein Akku-Lichtmast geladen?
In der Regel an einer normalen 230-Volt-Steckdose oder am Baustromverteiler; je nach Ladegerät dauert eine volle Ladung etwa vier bis acht Stunden. Praktisch ist das Laden über Nacht oder tagsüber, während nicht beleuchtet wird. Wo gar kein Netzanschluss verfügbar ist, führt der Weg zum Hybrid- oder Solargerät.
Darf ein Akku-Lichtmast in Hallen und Tunneln eingesetzt werden?
Ja, und genau dort spielt er seine Stärke aus: Ohne Verbrennungsmotor entstehen keine Abgase, sodass keine zusätzliche Lüftung nötig ist. Auch in Zelten, Tiefgaragen und geschlossenen Bereichen ist der Einsatz unproblematisch – ein Dieselgerät ist dort ausgeschlossen.
Wie verhält sich ein Akku-Lichtmast bei Frost?
Kälte senkt die nutzbare Kapazität spürbar; die reale Laufzeit liegt im Winter unter dem Datenblattwert. Planen Sie deshalb Reserve ein, laden Sie möglichst warm und rechnen Sie bei Dauereinsätzen im Winter eher mit Hybridtechnik. Der Ladevorgang selbst dauert bei tiefen Temperaturen ebenfalls länger.
Was kostet ein Akku-Lichtmast in der Miete?
Akkugeräte liegen im mittleren Bereich der üblichen Spanne von etwa 65 bis 85 Euro pro Tag. Dafür entfallen Kraftstoff- und Betankungskosten vollständig. Bei Einsätzen mit strengen Lärm- oder Emissionsauflagen ist der Akku-Lichtmast häufig die einzige zulässige Lösung – und damit ohne echte Alternative.