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Lichtmast-Lexikon

Lux, Lumen, Abminderungsfaktor, ASR A3.4: Die wichtigsten Begriffe rund um mobile Lichtmasten – jeweils in zwei bis drei Sätzen erklärt und, wo passend, mit dem ausführlichen Ratgeber verknüpft.

29 Begriffe · Redaktionsstand: 31.08.2026

Kurz gesagt

Was bedeuten Lux, Lumen und Abminderungsfaktor bei Lichtmasten?

Lux beschreibt, wie viel Licht auf einer Fläche ankommt, Lumen den gesamten Lichtstrom einer Leuchte. Der Abminderungsfaktor berücksichtigt, dass Verschmutzung und Alterung die Leuchtkraft mindern – üblich sind 0,5 bei starker und 0,57 bei grober Verschmutzung. Dieses Lexikon erklärt diese und weitere Begriffe rund um mobile Lichtmasten in je zwei bis drei Sätzen.

Stand: 31.08.2026 · Quelle: ASR A3.4, DIN EN 12464-2 und Produktdatenblätter der Vermieter

Beleuchtungsstärke
gemessen in Lux (lx) = Lumen je Quadratmeter
Lichtstrom
gemessen in Lumen (lm)
Abminderungsfaktor
0,5 stark, 0,57 grob verschmutzt
Farbwiedergabe
angegeben als Index Ra, ASR-Werte ab Ra 20

Direkt beantwortet

Was ist der Unterschied zwischen Lumen und Lux?

Lumen misst den gesamten Lichtstrom einer Leuchte, Lux die Beleuchtungsstärke auf der Fläche – ein Lux entspricht einem Lumen pro Quadratmeter.

Was sagt der Abminderungsfaktor aus?

Er berücksichtigt den Leuchtkraftverlust durch Staub, Schmutz und Alterung und wird mit 0,5 bei starker und 0,57 bei grober Verschmutzung angesetzt.

Was bedeutet Ra bei der Beleuchtung?

Der Farbwiedergabeindex Ra gibt auf einer Skala bis 100 an, wie natürlich Farben unter der Beleuchtung wirken; die ASR A3.4 fordert je nach Tätigkeit Werte ab Ra 20.

Was ist ein Hybrid-Lichtmast?

Ein Hybrid-Lichtmast kombiniert Akku und Generator: Der Motor läuft nur zum Nachladen, die übrige Zeit leuchtet der Mast leise und emissionsfrei aus dem Speicher.

Alle Kennwerte im Überblick: Zahlen, Werte und Normen

Abminderungsfaktor

Der Abminderungsfaktor berücksichtigt, dass Leuchten durch Staub, Schmutz und Alterung an Lichtstrom verlieren. In der Berechnung der Mastanzahl wird er mit 0,5 bei starker und 0,57 bei grober Verschmutzung angesetzt. Je niedriger der Faktor, desto mehr Lichtmasten sind für dieselbe Fläche nötig.

Akku-Lichtmast

Ein Lichtmast, dessen LED-Strahler aus einem Lithium-Ionen-Speicher gespeist werden, meist in der langlebigen Lithium-Eisenphosphat-Bauweise. Er arbeitet ohne Motor und damit lautlos und abgasfrei. Geladen wird an einer 230-Volt-Steckdose in etwa vier bis acht Stunden.

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ASR A3.4

Die Technische Regel für Arbeitsstätten „Beleuchtung“ konkretisiert die Arbeitsstättenverordnung. Sie nennt Mindestwerte für Beleuchtungsstärke und Farbwiedergabe, auch für Arbeitsplätze im Freien. Für Baustellen fordert sie mindestens 20 Lux, je nach Tätigkeit 50, 100 oder 200 Lux.

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AVV Baulärm

Die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm legt Immissionsrichtwerte für Baustellen fest, gestaffelt nach Gebietstyp und Tageszeit. Im allgemeinen Wohngebiet gelten 55 dB(A) tags und 40 dB(A) nachts. Sie entscheidet in der Praxis darüber, ob ein Gerät mit Verbrennungsmotor nachts laufen darf.

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Beleuchtungsstärke

Die Beleuchtungsstärke gibt an, wie viel Lichtstrom auf einer Fläche ankommt, gemessen in Lux. Sie ist der wichtigste Kennwert bei der Auslegung einer Beleuchtung und in der ASR A3.4 je Tätigkeit vorgegeben. Anders als der Lichtstrom der Leuchte hängt sie von Abstand und Ausrichtung ab.

Blendung

Blendung entsteht, wenn Leuchtdichten im Blickfeld zu stark voneinander abweichen, etwa bei direktem Blick in einen Strahler. Sie mindert das Sehvermögen und ist auf Arbeitsplätzen zu begrenzen. Bei mobilen Lichtmasten hilft eine hohe Lichtpunkthöhe mit nach unten gerichteten, abgeschirmten Strahlern.

Diesel-Lichtmast

Ein Lichtmast mit integriertem Dieselmotor und angeflanschtem Generator, meist im Bereich von 4 bis 6 kVA. Der Tank fasst 100 bis 200 Liter, woraus sich rund 150 bis 200 Betriebsstunden ergeben. Gekapselte Geräte liegen bei 85 bis 95 dB(A) Schallleistungspegel.

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DIN EN 12464-2

Die Norm „Beleuchtung von Arbeitsstätten – Teil 2: Arbeitsplätze im Freien“ beschreibt den Stand der Technik. Sie geht über die Mindestwerte der ASR A3.4 hinaus und regelt zusätzlich Gleichmäßigkeit und Blendungsbegrenzung. In Ausschreibungen wird häufig auf sie Bezug genommen.

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Farbtemperatur

Die Farbtemperatur beschreibt den Farbeindruck des Lichts und wird in Kelvin angegeben. Werte um 4.000 Kelvin gelten als neutralweiß und sind für Arbeitsflächen üblich, höhere Werte wirken kühler. Sie sagt nichts über die Helligkeit aus.

Farbwiedergabeindex (Ra)

Der Farbwiedergabeindex gibt auf einer Skala bis 100 an, wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle wirken. Die ASR A3.4 nennt je Tätigkeitsbereich Mindestwerte, für viele Außenbereiche ab Ra 25. Wo Farben sicher unterschieden werden müssen, sind höhere Werte gefordert.

Flutlichtanlage

Sammelbegriff für Beleuchtungsanlagen, die große Flächen von erhöhter Position aus ausleuchten. Mobile Lichtmasten sind die transportable Variante davon und werden umgangssprachlich auch Lichtgiraffe oder Lighttower genannt. Der Lichtkegel hängt entscheidend von der Masthöhe ab.

Gasentladungslampe

Leuchtmittel, das Licht durch eine Gasentladung erzeugt, etwa als Metallhalogendampflampe. Es erreicht einen sehr hohen Lichtstrom, braucht aber eine Anlaufzeit bis zur vollen Helligkeit. In mobilen Lichtmasten ist es heute weitgehend durch LED ersetzt.

Gleichmäßigkeit

Die Gleichmäßigkeit setzt die niedrigste Beleuchtungsstärke einer Fläche ins Verhältnis zum Mittelwert. Eine schlechte Gleichmäßigkeit führt zu dunklen Zonen zwischen zwei Masten, in denen Stolperstellen übersehen werden. Sie ist ein Grund, große Flächen auf mehrere Standorte aufzuteilen.

Halogenstrahler

Strahler mit Halogenglühlampe, früher Standard an mobilen Lichtmasten. Er ist sofort hell, verbraucht aber deutlich mehr Energie und verschleißt schneller als LED. In der Miete sind Halogengeräte heute die Ausnahme.

Hybrid-Lichtmast

Ein Lichtmast, der Akku und Dieselgenerator kombiniert: Der Motor läuft nur zum Nachladen, sonst leuchtet das Gerät leise aus dem Speicher. Rein im Akkubetrieb sind rund sieben Stunden bei voller Leistung und über 20 Stunden gedimmt möglich. Im Hybridmodus liegt der Verbrauch bei etwa 0,29 Litern pro Stunde.

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IP-Schutzart

Die IP-Schutzart beschreibt, wie gut ein Gerät gegen Fremdkörper und Wasser geschützt ist. Die erste Ziffer steht für Staub, die zweite für Feuchtigkeit. Für den dauerhaften Außeneinsatz eines Lichtmasts ist ein ausreichender Schutz gegen Strahlwasser entscheidend.

LED

Die Leuchtdiode ist heute das Standard-Leuchtmittel mobiler Lichtmasten. Sie erreicht 10.000 bis 100.000 Betriebsstunden, ist ohne Anlaufzeit sofort hell und lässt sich dimmen. Der geringe Verbrauch verlängert Laufzeiten und senkt den Kraftstoffbedarf im Generatorbetrieb.

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Lichtausbeute

Die Lichtausbeute gibt an, wie viel Lichtstrom eine Leuchte je aufgenommener Leistung erzeugt, gemessen in Lumen pro Watt. Sie ist der entscheidende Effizienzwert im Vergleich von LED und Halogen. Eine höhere Lichtausbeute bedeutet bei gleicher Helligkeit weniger Energiebedarf.

Lichtimmission

Als Lichtimmission gilt Licht, das ungewollt auf Nachbargrundstücke, in Wohnräume oder in Naturräume fällt. Die LAI-Hinweise zu Lichtimmissionen dienen den Behörden als Bewertungsmaßstab. Abgeschirmte, nach unten gerichtete Strahler begrenzen den Streulichtanteil wirksam.

Lichtpunkthöhe

Die Lichtpunkthöhe ist die Höhe der Leuchte über dem Boden, bei mobilen Masten je nach Bauart 7 bis 8 Meter. Je höher der Lichtpunkt, desto weiter reicht der Lichtkegel und desto gleichmäßiger wird die Fläche ausgeleuchtet. Gleichzeitig sinkt die Blendung für Personen auf der Fläche.

Lichtstrom (Lumen)

Der Lichtstrom beschreibt die gesamte von einer Leuchte abgegebene Lichtmenge, gemessen in Lumen. Er steht im Produktdatenblatt und geht direkt in die Berechnung der Mastanzahl ein. Leistungsstarke Lichtmasten erreichen Größenordnungen um 150.000 Lumen.

Lightcube

Kompakte Bauform ohne Räder, bei der Mast, Strahler und Energietechnik in einem Rahmen mit massivem Unterbau sitzen. Bewegt wird sie mit Stapler oder Kran, häufig über Staplertaschen. Sie eignet sich für längere Einsätze an einem festen Standort.

Lux

Lux ist die Einheit der Beleuchtungsstärke: Ein Lux entspricht einem Lumen, das auf einen Quadratmeter fällt. Die ASR A3.4 gibt Mindestwerte in Lux vor, etwa 100 Lux für normale Tätigkeiten auf der Baustelle. Gemessen wird mit einem Luxmeter auf Höhe der Arbeitsfläche.

Plug-in-Lichtmast

Ein Lichtmast ohne eigene Energieerzeugung, der an das Stromnetz oder einen externen Generator angeschlossen wird. Er läuft unbegrenzt, ist leise und liegt am unteren Ende der üblichen Tagespreise. Zwei Kilowatt Anschlussleistung über zwölf Stunden entsprechen 24 Kilowattstunden pro Tag.

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Schallleistungspegel

Der Schallleistungspegel in dB(A) beschreibt die vom Gerät abgestrahlte Geräuschleistung, unabhängig vom Abstand. Er steht im Datenblatt und gehört in Anträge für Nachtarbeit. Aus ihm lässt sich der Immissionswert am Nachbargrundstück abschätzen: 81 dB(A) Schallleistung entsprechen rund 53 dB(A) in sieben Metern.

Solar-Lichtmast

Ein Akku-Lichtmast, dessen Speicher zusätzlich über Photovoltaikmodule geladen wird, meist mit einigen hundert Watt-Peak Modulleistung. Er passt zu Wege- und Orientierungsbeleuchtung an sonnigen, unverschatteten Standorten. In der dunklen Jahreszeit reicht der Ertrag für normkonforme Arbeitsbeleuchtung meist nicht aus.

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Sondernutzungserlaubnis

Wer einen Lichtmast auf Gehweg, Parkstreifen oder Fahrbahn aufstellt, nutzt öffentlichen Verkehrsraum über den Gemeingebrauch hinaus und braucht dafür eine Erlaubnis der Kommune. Bei Arbeitsstellen an Straßen kommt die verkehrsrechtliche Anordnung hinzu. Zuständig sind je nach Stadt Tiefbau-, Straßen- oder Ordnungsämter.

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Standsicherheit

Ein ausgefahrener Teleskopmast wirkt wie ein Hebel: Wind erzeugt am Fuß hohe Kräfte. Deshalb müssen Untergrund, Abstützung und Ballastierung zur Windlast passen und der Mast bei aufziehendem Sturm eingefahren werden. Die zulässige Windgeschwindigkeit steht in der Betriebsanleitung des Geräts.

Teleskopmast

Der mehrteilige Mast, der die Strahler in Position bringt und sich per Hand, Winde oder Hydraulik ausfahren lässt. Er ist in mehreren Stufen einstellbar und meist drehbar, sodass sich der Lichtkegel auf die Fläche ausrichten lässt. Vor dem Transport wird er vollständig eingefahren und verriegelt.

Zahlen statt Begriffe gesucht?

Mietpreise, Laufzeiten, Lux-Werte nach ASR A3.4, Lärmrichtwerte und die Rechenformel für die Mastanzahl stehen gebündelt auf der Seite Zahlen, Werte und Normen – jeweils mit Einheit, Stand und Quelle.